Vom großen Stadttor zum Schönen Turm

Mit der Zuerkennung der Stadtrechte durch den Wittelsbacher Herzog Ludwig von Bayern im Jahr 1228 wird Erding zur so genannten Herzogstadt. Von den ursprünglich vier Stadttoren Erdings ist heute noch das einst größte Tor, das Landshuter Tor erhalten. Im Jahr 1408 wurde es im Baustil der Spätgotik zu einem Turm erweitert, der heute als der Schöne Turm weit über die Stadtgrenzen hinaus bekannt ist.

Während des Dreißigjährigen Krieges wurde Erding 1632 und 1634 von den Schweden erobert. Den Plünderungen und Verwüstungen fiel auch der Schöne Turm zum Opfer. Sein einstiges Walmdach wurde dabei durch einen Brand zerstört und zwischen 1660 und 1664 durch eine Haubenkuppel ersetzt. Bis heute finden in regelmäßigen Abständen die Erdinger Schwedenspiele "Erding anno 1632" statt. Authentische Kulisse der Theaterinszenierung der Volksspielgruppe Altenerding über die Barbarei der Schweden ist der Schöne Turm.

Über 30 Jahre schon beherbergt der Schöne Turm ein Künstleratelier und ein Restaurant. Auf drei verspielt verwinkelten Etagen und insgesamt 100 qm Gastronomiefläche befinden sich in dem rustikalen Ambiente zirka 60 Sitzplätze. Der erfahrene Gastronom Horst Busch und die exzellente Köchin und Wirtsgattin Kanueng Busch verleihen der Ratsstube im Schönen Turm seit 2005 eine besondere kulinarische Note. Seit 2012 ist die Ratsstube im Schönen Turm im Europa Schlemmeratlas mit zwei Kochlöffeln ausgezeichnet.

Foto Stadtturm